Der Bogen hat kein Bewusstsein – Er ist die Verlängerung der Hand und des Wunsches des Bogenschützen. er dient zum Töten und zum Meditieren. Daher sei immer klar in deinen Absichten. Ein Bogen ist biegsam, aber er hat auch seine Grenzen!

Paulo Coelho

Der Bogen

ist eine der ältesten Waffen der Menschheit! In kulturgeschichtlichem Zusammenhang markiert er den Übergang, der die Menschheit in die Lage versetzt hat aus der Distanz zu töten. Der Mensch wurde vom gejagten Wild zum Jäger!

Den selbstgebauten Bogen zu spannen und damit einen Pfeil fliegen zu lassen legt die Verbindung in diese längst vergessene Zeit frei, Dein Instinkt wird geweckt, deine Sinne geschärft, Dein Körper entspannt sich durch die achtsame Bewegung in der Natur.

Du beginnst mit einem Stück Holz –

es ist vor Jahren geschlagen und seither getrocknet worden. Ohne Maschinen arbeitest Du Dich mit scharfen Werkzeugen Schritt für Schritt durch das Holz, legst einen Jahresring frei, gibst dem Bogen seine Form. Von seinem Bauch nimmst Du gerade soviel Material ab, dass er sich passend zu Deiner Kraft ziehen lässt. Damit sich keine Schwachstellen ergeben und der Bogen sich gleichmäßig biegt, überprüfst Du immer wieder Deinen Fortschritt.

Der Bogen ist rund, er ist Teil oder Segment eines Kreises und Sinnbild für dessen Ausgeglichenheit & Kraft.

Dein Bogen verhält sich genau wie Dein Körper. Verletzungen und Schwachstellen, die Du nicht wahr nimmst, werden zum Problem. Wenn Du irgendwo zu viel Holz abgetragen – den Bogen geschwächt hast, kannst Du dieses Versehen nicht reparieren. Du bist gezwungen die Schwachstelle anzunehmen und den Bogen an diese schwächste Stelle anzupassen. Genau wie Dein Körper, wird auch ein in dieser Philosophie gebauter Bogen, diesen achtsamen Weg mit jahrelanger Haltbarkeit und vielen entspannten Stunden entlohnen. 

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